Was für ein furchbar pessimistischer Buchtitel wird sich mancher Lektor oder Leser fragen. Aber wär kennt nicht das Frustrationsgefühl , schnell mal eben etwas am Rechner erledigen - und dann verheddert man sich in den tiefen des Systems auf der Suche nach einer bestimmten Einstellung oder Programmfunktion. Man huscht über die Autobahn, wird von seinem Navi geleitet, dann eine Ausfahrt verpasst. Kein Problem Navigationsgerät berechnet die Route ja automatisch neu, aber dann Fehlermeldung „Card read error“. Was nun: Gerät neu starten, Ziel erneut eingeben ?- bei Tempo 120, ?
So hab ich vor kürzerer Zeit bei einem bundesweit bekannten Lebensmitteldiscounter ein Tablet-PC erworben. Beim Ausprobieren der Bildschirm Tastatur wollte ich einen Unterstrich eingeben. Seit gefühlten Hundert Jahren ist der über die Hochstelltaste + Bindestrich zu erreichen. Aber was bekomme ich zu sehen ein „Anführungszeichen“ - Ähh ? Beim meinem Smartphone war ich es gewohnt so bald ich in einem Dokument nur entfernt in ein Eingabefeld klickte tauchte sofort die Bildschirmtastatur auf. Hier muss ich sie immer manuell ausgeklappen. Kann man das eventuell einstellen – und wenn ja wo und wie?
Warum muss ich mich bei einem Wechsel auf ein neues Betriebssystem erst einmal wieder kompliziert in eine neue Benutzeroberfläche einarbeiten, bloss weil Kacheln gerade mal – in- sind. Pseudoinnovation die nur der Arbeitsbeschaffung von Screendesigner dienen, oder auch der von Volkshochschulen und andern Bildungeinrichtungen. Warum kann ich mein über Jahre liebgewonnenes BS und seinen Macken nicht einfach weiternutzen von mir aus im Hintergrund aktualisiert um bestimmte Prozessorfeatures besser auszunutzen oder auch der Sicherheit wegen, aber bitte mit meiner gewohnten Oberfläche. Warum werden Updates nicht nach solchen Kriterien unterschieden. Wieso hört ein Unternehmen wie Microsoft nicht auf seine Kunden 4 Nachfolgeversionen seines Betriebssystems Windows floppten seit XP mehr oder weniger. Oder ist es hier in etwa wie beim Trabbi, der Kunde hat gar keine Alternative. Möchte er irgendwann seine Hardware erneuern ist er auch immer gezwungen die gerade aktuelle Windowsversion mitzukaufen, ob er will oder nicht.
Und Linux.
All wöchentlich treffe ich mich mit einem älteren Herrn zum Kaffeeklatsch ( ja auch Männer machen so etwas).
Dabei schwärmte er mir über Wochen von der vermeintlichen Überlegenheit der verschiedenen Linuxdistribution gegenüber Microsofts Windows vor.
Irgendwann hatte ich ihn soweit herausgefordert das er seinen Laptop mitbrachte auf der die von Ihm favorisierte Linusxdistribution Mint installiert war.
Er sollte mir einmal zeigen wie man von einer selbst erzeugten Datei eine Verknüpfung anlegt und die mit einem eigenen Icon abgeleitet von einem Bild austattet.
Das hatte ich nämlich schon einmal bei einer Ubuntu-Distribution mit dem dort standardmäßig mitgelieferten Dateiexplorer versucht und war daran im Gegensatz zum Windows BS gescheitert.
Er sagte mir das sei schwierig da er noch keine selbst erzeugte Datei hätte – Bitte!!! Da schwärmt mir jemand wochenlang von einem Betriebssystem vor und hat praktisch noch kein Stück damit gearbeitet.
Und das Gefühl habe ich bei vielen Linuxern in der Kirche halten Sie die Moral hoch, Aber haben sie mal ein kompliziertes Problem zu bearbeitet holen sie doch wieder klammheimlich ihren Windows PC aus der Ecke.
Was die Frustrationserfahrung verbunden mit der Computernutzung angeht gibt es hier meiner Meinung nach eine erschreckende Kontinuität. Die Einrichtung von Netzwerken ist zumindest für den Leihen immer noch kniffelig. Ebenso Dateifreigaben. Versuchen Sie einmal einen Computer für eine Freigabe einzurichten bei dem der Administrator kein Passwort eingerichtet hat, weil es sich beim Hauptnutzer um einen älteren Herrn handelt bei dem die Eingabe auf der Tastatur ohnehin zu einem Geduldsspiel wird. Aber sagt ihnen die Windows Fehlermeldung das es daran liegt.
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